WSK Zusammenfassung

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Inhaltsverzeichnis

[bearbeiten] Definitionen

Zufallsexperiment: Experiment mit jeweils gleichen Bedingungen, beliebig oft wiederholbar. Mehrere sich gegenseitig ausschliessende Ergebnisse möglich. Ergebnisse nicht vorhersagbar, sondern Zufallsbedingt.

Bernoulli Experiment: Die WSK für das Eintreten des betrachteten Ereignisses E ist in jedem Einzelversuch gleich. In jedem Einzelversuch ist das Ergebnis unabhängig von den Ergebnissen aller anderen Versuche. Es handelt sich um zufällige Ereignisse.

Laplace Experiment: Hat nur endlich viele Elementarereignisse un alle haben die gleiche WSK (z.B. Homogener Würfel)

Elementarereignis: ein mögliches Ereignis, bei einem Würfel z.B. [1..6] Ereignisraum: Menge aller Elementarereignisse Ω

Stochastische Unabhängigkeit: P(A | B) = P(A | \overline B ) = P(A)

[bearbeiten] Mengenoperationen

Bild:m_op1.gif B \subset A bzw. A \supset B: B ist eine Teilmenge von A bzw A ist Obermenge von B.
Bild:m_op2.gif A \cap B (Durchschnitt): A geschnitten mit B, also alle Elemente, die sowohl in A als auch in B enthalten sind.

B.

Bild:m_op3.gif A \cup B (Vereinigungsmenge): A vereinigt mit B, also alle Elemente, die in A oder in B oder in beiden enthalten sind.
Bild:m_op4.gif A \setminus B (Differenzmenge): A ohne B, also alle Elemente, die in A enthalten sind, aber nicht in B.
Bild:m_op5.gif AΔB Symmetrische Differenz: A und B, aber nicht deren Durchschnitt A \Delta B = (A \setminus B) \cup (B \setminus A) = (A \cup B) \setminus (A \cap B)
Assoziativgesetz A \cup (B \cup C) = (A \cup B) \cup C \text{ und } A \cap (B \cap C) = (A \cap B) \cap C
Distributivgesetz A \cup (B \cap C) = (A \cup B) \cap (A \cup C) \text{ und } A \cap (B \cup C) = (A \cap B) \cup (A \cap C)
DeMorgan \overline{A \cup B}=\overline A \cap \overline B \text{ und } \overline{A \cap B}=\overline A \cup \overline B

[bearbeiten] Klassische WSK-Rechnung

P(A)= \frac{\text{guenstige Faelle}}{\text{moegliche Faelle}} = \frac{\left| A \right|}{\left| \Omega \right|} \Rrightarrow Bsp: 1000 Server, 15 Ausfälle pro Tag: \frac{15}{1000}

Geometrische WSK: Zufallsexperiment mit unendlich vielen möglichen Ergebnissen. Deren Anzahl ist proportional zu geometrischen Gebilden.

[bearbeiten] Stichproben

geg: n = Anzahl Kugeln, k = Anzahl Stichproben              ges: Anzahl mögliche Kombinationen

  • Hinweis TI: Binominalkoeffizient kann man mit der Funktion ncr(oben, unten) berechnen
Mit Zurücklegen Ohne Zurücklegen
Geordnete Stichprobe /
Variation /
\lbrace a,b \rbrace \ne \lbrace b,a \rbrace
nk n \cdot (n-1)\cdot(n-2)\cdot \ldots \cdot (n-k+1) = \frac{n!}{(n-k)!} = \binom{n}{k} \cdot k!
Ungeordnete Stichprobe /
Kombination /
{a,b} = {b,a}
\binom{n+k-1}{k} \binom{n}{k}\frac{n!}{k!(n-k)}
Permutation (k geordnete Klassen mit
jeweils li Variationen)
P(n)=\frac{n!}{\prod_{i=1}^k l_i!} = \frac{n!}{l_1! \cdot l_2! \cdot \ldots \cdot l_k!} n!

[bearbeiten] Mathematische Umsetzung

[bearbeiten] Definitionen


A zieht Ereignis B nach sich (impliziert) A \subset B
A und B treten auf oder beide treten nicht auf: A = B
A und B treten gleichzeitig auf: A \cap B
Entweder A oder B oder beide treten auf: A \cup B
B tritt dann ein, wenn A nicht eintritt: B = \overline {A}
(paarweise) unvereinbar: A \cap B = \emptyset

[bearbeiten] Grundregeln

0 <= P(A) <= 1 \qquad P(\Omega) = 1

Additionssatz (Eintreten von Ereignis A, Ereignis B oder beiden zusammen)
Beliebige Ereignisse: P(A \cup B) = P(A) + P(B) - P(A \cap B)
Sich ausschliessende Ereignisse(P(A \cap B) = \emptyset): P(A \cup B) = P(A) + P(B)

3 Ereignisse P(A \cup B \cup C) = P(A) + P(B) + P(C) - P(A \cap B)-P(A \cap C)-P(B \cap C)+ P(A \cap B \cap C)

Multiplikationssatz (Eintreten von Ereignis A und Ereignis B)
Beliebige Ereignisse: P(A \cap B) = P(A) \cdot P(B | A) = P(B) \cdot P(A | B)
Unabhängige Ereignisse: P(A \cap B) = P(A) \cdot P(B)

Totale Wahrscheinlichkeit Gegeben sind n sich paarweise ausschliessende Ereignisse Ai, P(A_i \cap A_j) = \emptyset \forall i \ne j, der Ergebnisraum S = A_1 \cup A_2 \cup \ldots \cup A_n sowie ein Ereignis E \in \Omega.
Dann ist: P(E) = \sum_{i=1}^{n} {P(E | A_i) P(A_i)}

[bearbeiten] Bedingte Wahrscheinlichkeit

Eintrittswahrscheinlichkeit von Ereignis A hängt vom Eintreten des Ereignis B ab.

P(A | B) = {P(A \cap B) \over P(B)}  \qquad  P(B | A) = {P(A \cap B) \over P(A)}

[bearbeiten] Bayes

(Wie hoch ist die Warscheinlichkeit, dass Aj die Ursache für das Eintreten von E ist)
P(A_j | E) = {P(A_j) P(E | A_j) \over \sum_{i=1}^{n} { P(A_i) P(E | A_i)}} \approx {P(A_j) P(E | A_j) \over P(E)}

bei n=2: P(A | E) = {P(A) P(E | A) \over P(A) P(E | A)+P(\overline A) P(E | \overline A)}

[bearbeiten] Teil 2

[bearbeiten] Definitionen

[bearbeiten] Zufallsvariable

Eine Zufallsvariable (ZV) ist eine Funktion, die jedem Elementarereignis \omega \in \Omega eines Zufallsexperiments genau eine reelle Zahl X(ω) zuordnet.

Diskrete Zufallsvariable: Eine ZV heisst diskret, wenn sie nur endlich oder abzählbar unendlich viele Werte annehmen kann.

Diskreter Erwartungswert (Mittelwert): \mu \equiv E(X) = \sum_{i}x_i \cdot f(x_i)

Diskrete Varianz (Mass für Streuung der Werte umμ): \sigma^2 = Var(X) = \sum_{i} (x_i-\mu)^2 \cdot f(x_i) = \sum_{i} x_i^2 \cdot f(x_i)

Diskrete Standartabweichung: \text{Varianz }\sigma^2 = Var(X) \Rightarrow \sigma = \sqrt{Var(X)} = \sqrt{\sum_{i} x_i^2 \cdot f(x_i)}

Diskrete Warscheinlichkeitsfunktion f(x): \sum_{i=0}^\infty f(x_i)

Diskrete Verteilungsfunktion F(x): F(x) = \sum_{x_i \le x}f(x_i) Wenn wert zwischen a und b: P(a < X \le b)=F(b)-F(a)

Stetige Zufallsvariable: Eine ZV heist stetig, wenn sie jeden beliebigen Wert aus einem (reellen) endlichen oder unendlichen Intervall annehmen kann.

Stetiger Erwartungswert (Mittelwert): \mu \equiv E(X) = \int_{-\infty}^\infty x \cdot f(x) \mathrm{d}x

Stetige Varianz (Mass für Streuung der Werte umμ): \sigma^2 = Var(X) = \int_{-\infty}^\infty (x-\mu)^2 \cdot f(x)\mathrm{d}x = \int_{-\infty}^\infty x^2 \cdot f(x)\mathrm{d}x-\mu^2

Stetige Warscheinlichkeitsfunktion f(x): Es gilt:f(x) = F'(x) und \int_{-\infty}^\infty f(x)\mathrm{d}x = 1

Stetige Verteilungsfunktion F(x): F(x) = int_{-\infty}^x f(u)\mathrm{d}u Wenn wert zwischen a und b: P(a \le X \le b)=\int_{a}^b f(x)\mathrm{d}x = F(b)-F(a)

[bearbeiten] Bernoulli (Urnenmodell)

P_k = { \binom K k \cdot \binom {N - K} {n - k} \over \binom N n }

(ist immer ohne Zurücklegen)

N alles was es zu holen gibt 36 Karten
n alles was ich ziehe 3 Karten
K Anz gute Möglichkeiten 4 Asse
k was ich will 1 von 4 Assen

[bearbeiten] Binominalverteilung mit Zurücklegen (Diskret)

p Wahrscheinlichkeit von E, q Wahrscheinlichkeit von \overline E

Wir machen N Experimente, die mit der WSK p zutreffen. Wie hoch ist die WSK, dass E genau k-mal eintritt? (q=1-p)

(Reihenfolge egal, es geht nur um die Anzahl; mit Zurücklegen)

P(k)=f(k)=\binom N k p^k q^{N-k}

Bei N=6 k=[0..6] p=1/6 gibt das:

k 0 1 2 3 4 5 6 Σ
f(k) 0.33 0.4 0.2 0.05 0.008 ~0 ~0 1
F(k) 0.33 0.73 0.93 0.98 0.99 .. 1 1

Verteilungsfunktion: F(k)=\sum_{i=0}^k {f(i)}=\sum_{i=0}^k \binom N k \cdot p^k \cdot q^{N-k}

Mittelwert: \mu=N \cdot p

Varianz: \sigma^2=Var(x)=N \cdot p \cdot q=N \cdot p \cdot (1-p)

[bearbeiten] Binominalverteilung ohne Zurücklegen (Diskret)

E = Anzahl Elemente der ersten Kategorie
D = Anzahl Elemente Gesamt
k = Anzahl Elemente unter N gezogenen

Warscheinlichkeitsfunktion: f(k)=P(k)=\binom N k \cdot \binom E D ^k \cdot \left(\frac{D-E} D \right)^{N-k}

[bearbeiten] Poisson Verteilung (Diskret)

Warscheinlichkeitsfunktion: f(k)=P(k)= \left( {\lambda^k \over k!} \right) \cdot \mathrm{e}^{-\lambda} bei k={1,2,...,N}

Verteilungsfunktion: F(k)=P(k)=\mathrm{e}^{-\lambda} \cdot \sum_{i=0}^k {\lambda^i \over i!}

Mittelwert: E(x) = μ

Varianz: Var(x) = σ2 = λ

[bearbeiten] Geometrische Verteilung (Diskret)

Eine Folge von Bernoulli Experimenten. Einzige diskrete Verteilung ohne Gedächtnis.

p = WSK für Erfolg
q = 1-p
Fragestellung: Wie gross ist die WSK px, dass bei beliebiger Wiederholung erst beim x.ten mal E eintritt?

Warscheinlichkeitsfunktion: f(x)=(1-p)^{x-1} \cdot p bei x={1,2,...}

Verteilungsfunktion: F(x)=\sum_{i=1}^x f(x_i) = 1-(1-p)^x \text{ bei } F(\infty)=1

Mittelwert: E(x)=\mu={1 \over p}

[bearbeiten] Hypergeometrische Verteilung (Diskret, Urnenmodell - Stichprobe ohne Zurücklegen)

E = Anzahl Elemente der ersten Kategorie
D = Anzahl Elemente Gesamt
k = Anzahl Elemente unter N gezogenen

Warscheinlichkeitsfunktion: f(x)={\binom E x \cdot \binom {D-E} {k-x} \over \binom D k} bei x={0,1,...,D}

Verteilungsfunktion: f(x)=\sum_{i=0}^x {\binom E x \cdot \binom {D-E} {k-i}\over \binom D k}

Mittelwert: E(x)=\mu=n \cdot {E \over D}

Varianz: \sigma^2 = Var(x) = {k \cdot E \cdot (D-E) \cdot (D-k) \over D^2 \cdot (D-1)}

[bearbeiten] Gaussche Normalverteilung (Stetig)

Warscheinlichkeitsfunktion: f(x)={1 \over \sqrt{2 \cdot \pi \cdot \sigma}} \cdot \mathrm{e}^{-{1 \over 2} \cdot \left( {t-\mu \over \sigma}\right)^2}

Verteilungsfunktion: F(x)={1 \over \sqrt{2 \cdot \pi \cdot \sigma}} \cdot \int_{-\infty}^x \mathrm{e}^{-{1 \over 2} \cdot \left( {t-\mu \over \sigma}\right)^2} \mathrm{d}t


[bearbeiten] Varianz usw.

ACHTUNG: Einfach mal so abgetippt aus abgeschriebenen Aufzeichnen

Erwartungswert:
E(x) = \sum_{i=1}^N {f(x_i) \cdot x_i \quad \text{(Bsp.:)}= 1*0.33+2*0.44+3*0.2+\ldots}

Varianz:
var(x) = \sum_{i=1}^N (x_i^2 \cdot f(x_i)) - E(x)^2

"G" (Abweichung?):
G = \sqrt { var(x) }

[bearbeiten] Referenzen


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